By Claus Thomasberger

Aus der Einleitung des Herausgebers:

Im einleitenden Artikel stellt Claus Thomasberger die Frage, ob die Idee einer freien, menschlichen Gesellschaft nur als eine irreführende Utopie anzusehen ist. Waren die Anstrengungen, eine bessere und humanere Gesellschaft aufzubauen, von Anfang an verfehlt? Müssen wir uns mit den Freiheiten, die Privateigentum und Marktordnung erlauben, begnügen? Thomasberger beschreibt dabei den Vorwurf des Utopismus als das vielleicht wirkungsvollste Argument, das den kapitalismuskritischen Ansätzen von neoliberaler Seite entgegengehalten wird. Ins Zentrum dieser Debatte stellt Thomasberger insbesondere Wieser, Mises, Hayek und Polanyi und er verdeutlicht, dass der Vorwurf des Utopismus ins Leere geht.

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Es war die Idee des kontinuierlichen gesellschaftlichen Voranschreitens, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft harmonisch miteinander verknüpfte. Das Gefühl dafür, dass diese optimistische Vision nicht unproblematisch war, spielte in der österreichischen Diskussion zunächst eine weit gewichtigere Rolle als in Lausanne oder England. [8] Aber weder Walras noch Jevons hatten die Schwierigkeiten als unüberwindbar betrachtet. [10] In Mengers Werk kam folglich dem gesamtwirtschaftlichen Gleichgewicht keine normative Bedeutung zu.

2] Die Errichtung einer Theorie, die auf menschlichen Zielsetzungen aufbaute, bewirkte nicht nur, dass die objektive durch die subjektive Wertlehre ersetzt wurde, sondern auch die Verallgemeinerung des Marginalprinzips und überhaupt die Substitution primär kausaler durch finale Erklärungsmuster. Die Idee der gesellschaftlichen Freiheit der Menschen, auf die die Protagonisten der Marginalanalyse Bezug nahmen, ist eines der Postulate, das sich bis an die Anfänge gesellschaftsphilosophischer Reflexionen zurückverfolgen lässt.

Zwar versuchten diese die moderne Zivilisation zu verteidigen und die Erkenntnis hochzuhalten, dass die moderne Marktordnung als erweiterte Ordnung menschlichen Zusammenwirkens zu begreifen sei, die weder auf einheitlichen Zielen noch einem Plan beruhe, sondern auf bestimmten Regelmäßigkeiten des menschlichen Handelns, die sich als erfolgreich erwiesen hätten. Aber es sei ihnen – aus welchen Gründen auch immer – nicht gelungen, sich gegen die Übermacht des konstruktivistisch-sozialistischen Denkens durchzusetzen.

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by Kevin
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